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Porzellan Ankauf

Georg Schomaker

Kunst- und
Antiquitätenhandel
Porzellan Ankauf in NRW und bundesweit. Wir machen Ihnen ein Angebot für Ihr Marken-Porzellan. Ankauf von Porzellanfiguren, Kaffeeservices und ausgesuchten Einzelteilen.
  • Ankauf von hochwertigem Porzellan
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Fürstenberg

Herzog Carl I. von Braunschweig war der erste deutsche Fürst mit der Idee eine eigene Porzellanmanufaktur aufzubauen. Am 11. Januar 1747 wurde diese auf Schloss Fürstenberg an der Weser gegründet, doch dauerte es bis zum ersten Porzellanbrand weitere drei Jahre.

Zum Direktor wurde der herzoglich braunschweig‘sche Oberjägermeister Johann Georg von Langen ernannt, dem 23 Mitarbeiter unterlagen. Ihre Anzahl wuchs bereits im zweiten Jahr auf 36. Im Jahre 1755 lag die Jahresproduktion bei 20000 Stück, darunter Service, Tafelzierrat, Figurengruppen und Galanteriewaren.

Die anfänglichen Qualitätsmängel durch Brenntechnik und Farbmischung wurden durch die Ankunft des Arkanisten Johann Kilian Benckgraft aus Höchst beseitigt. Einer der wichtigsten Künstler war Simon Feilner, der nicht nur Figur- und Geschirrmodelleur war, sondern auch die künstlerische Leitung inne hielt. Außerdem arbeitete Johann Christof Rombrich, Johann Friedrich Metzsch, Christian Daniel Ostertag (ab 1751), Johann Heinrich Eisenträger (ab 1754) und Johann Friedrich Weitsch (ab 1757) für die Fürstenberger Porzellanmanufaktur. Blumen- und Figurenmalereien schmückten anfänglich das Porzellan. Im späten 18. Jahrhundert kamen die Porträtmalerei sowie Vogel- und Geflügeldekore hinzu, für die Johann Christopf Kind und Carl Gottlob Albert verantwortlich waren. Im Vergleich zu anderen deutschen Porzellanmanufakturen, bildete die figürliche Plastik einen verhältnismäßig geringen Produktionsanteil, weswegen die jedoch nicht weniger bedeutsam ist. Zwischen 1765 und 1770 fand auch in Fürstenberg der Stilwandel vom Rokoko zum Klassizismus statt. Verstärkt wurden Deckelvasen nach dem Vorbild antiker Gefäße angefertigt. Ein Spezialgebiet der Fürstenberger Porzellanmanufaktur wurde im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts die Bildnisbüste aus Biskuitporzellan, die berühmte zeitgenössische Fürsten, Dichter und Gelehrte porträtierten.

Während der napoleonischen Besatzung war die Manufaktur im Besitz Jérôme Bonaparte und trug den Namen Manufacture royale. Ihre Blütezeit lag danach zwischen 1825 und 1855. Typisch für die Zeit des Biedermeiers sind Einzeltassen mit Blumenfriesen oder Stadtansichten als Sammelartikel. Der hohe Konkurrenzdruck führte 1859 zur Verpachtung. 1876 ging die Fabrik endgültig in Privatbesitz über. Ab 1906 bestand eine Kunstabteilung, die sich mit der Wiederaufnahme alter Modelle des 18. und 19. Jahrhunderts beschäftigte. Im Zuge der Inflation 1926 musste die Fabrik zeitweilig geschlossen werden. Aber nur zwei Jahre später exportiert die Firma bereits wieder in die USA. Schreibgarnituren und Vasen im Art Décor Stil dominieren in der Produktion. Der radikale Umbruch zur sachlichen Funktionalität vollzog sich in den 1930ern. Die Fabrik besteht noch heute.

Typisch für Objekte aus dem 19. Jahrhundert ist neben dem in Unterglasurblau aufgemalten „F“ die Signatur des Künstlers. Zwischen 1770 und 1814 wurden in die Objekte aus Biskuitporzellan zudem ein galoppierendes Pferd eingepresst.